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Zeittafel - Ostpreußen
Teil 1


bis 12.Jahrhundert
um Chr. Geburt
Germanenstämme im Weichselraum.  
98
Tacitus erwähnt den Bernsteinreichtum in seiner "Germania" - römische Münzfunde   
3./4. Jh.
Völkerwanderung ostgermanischer Stämme.  
180
Der griechische Philosoph Ptolemäus aus Alexandria erwähnt zwei prussische Stämme : Galinder und Sudauer, er nennt sie "Völker"  
um 890
Wulfstan kommt bis Truso, nennt das Easterland  
um 960
ist der Name "Prussen" (Bruzi, Prusai) bezeugt. - Wikinger am südlichen Ostseeufer.   
997
Adalbert (der Heilige) von Prag wird während einer Missionsreise von den Prussen erschlagen.  
1009
Bruno von Querfurt, vom Papst zum Erzbischof der Heiden ernannt, erleidet als erster deutscher Missionar in Ostpreußen den Märtyrertod.  
1138
Polen zerfällt in Teilfürstentümer.   
1178
Zisterzienser legen die Klosterabtei Oliva bei Danzig an  
1190 - 913
3.Kreuzzug (Barbarossa).
  
Lübecker und Bremer Kaufleute stiften vor Akkon ein deutsches Hospital. Päpstliche Bestätigung des Ordens von St. Marien (zunächst zur Krankenpflege).  
1198
Umwandlung des Ordens von St. Marien in einen geistlichen Deutschen Ritterorden durch den Papst.
Sitz in Akkon.  
1199
Der Papst verleiht dem Ritterorden die Tracht der Templer, allerdings mit schwarzem Kreuz auf weißem Mantel.
  
Fahne des Deutschen OrdensFahne des Deutschen Ordens
 

 

13.Jahrhundert
1201
Bischof Albert I. gründet am Unterlauf der Düna die Stadt Riga (1255 Erzbistum).

1202
Stiftung der Brüder des Ritterdienstes Christi (Schwertbrüderorden) durch Bischof Albert.
Hermann von Salza1210-39
Hochmeister Hermann von Salza

 

1212
Der Papst verbietet den Herzögen von Polen und Pommerellen, die neubekehrten Prussen mit Frondienst zu belasten (es muß also schon bekehrte Prussen gegeben haben)
1215
Der Zisterziensermöch Christian von Oliva wird zum ersten Bischof des Prussenlandes ernannt.
1217
Papst Honorius III. ruft zum Kreuzzug ins Prussenland auf.
1225
Der Deutsche Ritterorden wird aus Siebenbürgen vertrieben.
1226
  • Konrad von Masowien bittet den Orden um Hilfe gegen die heidnischen Prussen. 
    Kaiser Friedrich II. erteilt mit der Goldbulle von Rimini die Vollmacht zur Eroberung prussischer Gebiete.

  • Beginn der Eroberung des Prussenlandes (bis 1283)
      
1229
Der Papst entsendet Bischof Wilhelm von Modena als besonderen Legaten ins Prussenland.
1230
Im Vertrag von Kruschwitz tritt Konrad von Masowien dem Orden Kulm und Löbau ab.
  
1231
  •  Landmeister Hermann Balk setzt über die Weichsel.
     
  •  Anlage der Ordensburgen Kulm (1233 mit Magdeburgisch-Kulmischem Stadtrecht) und Thorn (1232 mit Kulmischem Stadtrecht).
     
  • Beginn der Christianisierung der Prussen.
      
1233
Gründung der ersten Burg Marienwerder. Hermann von Salza verleiht die Kulmer Handfeste als landesherrliches Privileg in den neuerworbenen Gebieten.
1234
  • Papst Gregor IV. übergibt Kulmerland und Teile des Prussenlandes ,dem Orden als Eigentum des heiligen Petrus zu ewigem Besitz (Päpstliche Bulle von Rieti)
     
  • Das Ordensland unter dem Schutz des Heiligen Stuhls.
     
  • Sieg des Ordens an der Sorge (Sigurna).
      
1236
Niederlage der Schwertbrüder gegen die Litauer bei Saule.   
1237
  • Vereinigung der Schwertbrüder mit dem Deutschen Orden.
     
  • Gründung der Ordens- und Hansestadt  Elbing, als erster Seehafen des Ordens.
     
  • Hermann Balk setzt Dominikaner in der Prussenmission ein.
       
1239
  • Die Ordensritter nehmen die prussische Burg Balga in Besitz.
     
  • Tod des Landmeisters Hermann Balk und des Hochmeisters Hermann von Salza
      
1240
Danzig mit deutschem Stadtrecht.  
1242
Großfürst Alexander Newskij schlägt die Schwertbrüder auf dem Eis des Peipussees.  
1243
  • Wilhelm von Modena teilt im Auftrag von Papst Innozenz IV. das Prussenland in die Bistümer Kulm, Pomesanien, Ermland und Samland ein.

  • Erster Aufstand der Prussen.
      
1245
Das Ordensland wird kirchlich dem Erzbischof von Riga unterstellt  
1249
  • Im Vertrag von Christburg erkennen die pomesanischen, ermländischen und natangischen Prussen die Herrschaft des Ordens an und verpflichten sich, zum Christentum überzutreten.
  •  Der Orden bestätigt die persönliche Freiheit der Getauften.
      
1250
Errichtung der Ordensburg Balga.   
1251
Gründung des Fürstbistums Ermland, der Deutschordenspriester Anselm wird erster Bischof.  
1252
  • Die Eroberung Galindens und des Samlandes beginnt.
  • Eberhard von Seyn, Deutschmeister in Livland und Kurland, beurkundet den Bau der Burg Memel.
      
1254
Gründung von Braunsberg.  
1255
  • König Ottokar von Böhmen im Samland

  • Die Ordensburg Königsberg wird erbaut.
      
1258
Memel erhält Lübisches Recht.  
1260-1273
Großer Aufstand der Prussen und Kuren endet mit deren endgültiger Unterwerfung: Die Prussen erhalten ein vermindertes Recht, das sie von den Deutschen unterscheidet.  
1274
Beginn des Baus der Marienburg (fertiggestellt im wesentlichen 1398).  
1273
Nur Schalauen, Nadraunen und Sudauen sind noch freie prussische Gebiete  
1275/ 76
Eroberung Schalauens   
1280
Gründung der Ordensstadt Mohrungen  
1280-1300
Erste Einwanderungswelle deutscher Bauern ins Kulmerland und nach Pomesanien.  
1283
Sudauen fällt als letztes prussisches Gebiet.   
1284
Umzug des ermländischen Domkapitels von Braunsberg nach Frauenburg.   
1286
Königsberg erhält Stadtrecht. 
1289
Anlage der Burg Landeshut an der Memel (später Ragnit)  
1290
  • Beginn der Besiedlung des Bistums Ermland.
     
  • Konrad von Feuchtwangen Hochmeister des Ordens (bis 1297).
      
1291
  • Eroberung Akkons durch die Mamelucken.
     
  • Ende der Kreuzzüge (seit 1096).
      
  • Der Orden verlegt seine Residenz nach Venedig.
      
1294
  • Aussterben der Herzöge von Pommerellen.
      
  • Lübeck gründet Städte-Hanse.  
1295
Letzter Aufstand der Prussen.  
1296
Die ersten Franziskaner in Braunsberg.  
1297
Flämische Einwanderer gründen Preußisch-Holland.